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Tourismus
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24.03.2017: Generalversammlung

 
Petrussaal des Gemeindezentrums St. Peter
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Der Zimbers- oder Bollaste-Brunnen

Dort wo die Bach- in die Dielenmarktstraße mündet, steht der Zimbersbrunnen. Er hat eine sechseckige Brunnenschale aus Sandstein. Auf den Schalwänden sind einfache Flächenornamente als Verzierung angebracht. Der Brunnenstock ist durch eine Säule gebildet, die von einer Kugel gekrönt wird. Der Brunnen hat ein Fassungsvermögen von 49 Ohm, dies entspricht 7.350 Litern.

Die Datierung lässt sich auf dem eisernen Fassungsring ablesen: „17 M B 46“. Dieses Jahr lässt sich durch einen Eintrag im Stadtratsprotokoll bestätigen. Am Freitag, 3. Juni 1746, beschloss der Stadtrat dem Johannes Müller von Bombach den Auftrag für den „Zimpersbrunnen“ zu erteilen. Der Eintrag macht deutlich, dass Müller lediglich die Steine lieferte, da er „des Steinhauens ohnerfahren“ sei. Wer die Sandsteine bearbeitete, lässt sich also nicht mehr feststellen. Auch die Signatur „M B“ zwischen der Jahreszahl kann nicht aufgelöst werden. „Zimper“ könnte ein Eigenname sein.

Der Zimbersbrunnen ist in Endingen unter dieser Bezeichnung nur Wenigen bekannt, S’ Bolaste Brunne hingegen kennt jeder Endinger. Diese Benennung bezieht sich auf den Nachbarn Fidel Bolast (1819-1912), der in dem Eckhaus Dielenmarkt- /Bachstraße wohnte. Dieser war ein Endinger Original. Der Fideli war Küfer- und Kellermeister in der Weinkellerei Bastian. Er war von früh bis spät auf den Beinen und kümmerte sich um die großen und kleinen Fässer. Seine größte Sorge galt dem Wein. Nach der mündlichen Überlieferung soll er in den besten Mannesjahren täglich drei bis fünf Liter Wein getrunken haben. Der Wein bekam ihm offenbar gut, denn er wurde immerhin 93 Jahre alt. Der Endinger Heimatforscher Karl Kurrus hat für den Fideli eine Weinrechnung aufgestellt. Bei wechselnden Weinmengen, die der Fideli in unterschiedlichen Altersstufen trank, kämen so 73 547 Liter zusammen. Er hätte also in seinem Leben den Inhalt des Zimbersbrunnen zehnmal ausgetrunken. Karl Kurrus schließt die Weinrechnung mit dem Spruch: „Wie heißt’s als bim e Alte? Des Tröpfli het ihn g’halte!“

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