Maßnahmen für morgen: Unser Beitrag zum Klimaschutz
Klimaschutz
Die Stadt Endingen hat – in Zusammenarbeit mit den Gemeinden Bahlingen und Forchheim - bereits 2013 – als eine der ersten Kommunen im Landkreis - ein Klimaschutzkonzept erarbeitet, welches seit 2016 auch durch ein kommunales Klimaschutzmanagement (KSM) in der Verwaltung bearbeitet und umgesetzt wird.
Dieses hat Daueraufgaben wie die Aktualisierung und Umsetzung des städtischen Klimaschutzkonzeptes, das Monitoring & Controlling kommunaler Klimaschutzmaßnahmen und Treibhausgasemissionen (bspw. CO2-Bilanz), die Beratung und Begleitung des Ausbaus Erneuerbarer Energien und von Klimaschutzmaßnahmen der Stadt (z.B. energetische Sanierung städtischer Gebäude wie Schulen, Kindergärten, Ortschaftsämter etc.), das Fördermittelmanagement für Klimaschutzmaßnahmen, die Vorbereitung politischer Beschlüsse sowie Berichterstattung in politischen Gremien, die Planung und Durchführung von Informations-, Beratungs- oder Schulungsveranstaltungen und die Öffentlichkeits- und Netzwerkarbeit.
Des Weiteren werden verschiedene wechselnde Projekte bearbeitet. Ein Einblick in die Arbeit des Klimaschutzmanagements geben folgende Beispielprojekte:
Solarkampagne
Der Kaiserstuhl ist das sonnenreichste Gebiet Deutschlands. Da überrascht es nicht, dass das Thema Solarenergie schon lange eine wichtige Rolle in Endingen spielt. Im Jahr 2023 wurden auf der Gemarkung sogar Photovoltaikanlagen mit einer doppelt so hohen Maximalleistung (kWp) wie im Vorjahr installiert.
Neben dem Auf- und Ausbau von Photovoltaikanlagen auf den Dächern eigener Gebäude bietet das Klimaschutzmanagement wiederkehrend Informationsveranstaltungen zum Thema Solarenergie an und vermittelt interessierten Bürgerinnen und Bürgern kostenfreie Erstberatungen. Tipp: Gleiches gilt übrigens auch für Erstberatungen zum Themenfeld energetische Sanierung (Dämmung, Heizungstausch etc.).
Kommunale Wärmeplanung
In den Jahren 2023 /2024 wurde unterstützt von einem Fachbüro und im Zusammenschluss mit dem Landkreis Emmendingen und neun weiteren Kommunen eine kommunale Wärmeplanung durchgeführt. Die kommunale Wärmeplanung ist ein zentrales Instrument für eine klimaneutrale Stadt und eine nachhaltige Wärmeversorgung in Endingen. Im Rahmen der Erstellung des kommunalen Wärmeplans wurde eine Bestands- und Potentialanalyse durchgeführt. In der Bestandsanalyse wurde zunächst die bestehende Wärmeversorgung erfasst und anhand dessen mit einer Potentialanalyse die Potentiale zur Wärmeeinsparung und zur Nutzung von Wärme aus lokalen Erneuerbaren Energien und Abwärme aus Gewerbe und Industrie untersucht. Zudem enthält die Wärmeplanung eine Strategie zur Erreichung einer klimaneutralen Wärmeversorgung in der Stadt Endingen inklusive Maßnahmen zur Umsetzung in den nächsten Jahren. Diese Maßnahmen fokussieren sich einerseits auf die Steigerung energetischer Sanierung als auch den Ausbau Erneuerbarer Energien und andererseits auf die nähere Untersuchung zweier Vorranggebiete für potenzielle Nahwärmenetze im Industriegebiet sowie der Altstadt Endingen.
Stadtradeln
Das Stadtradeln ist ein spielerischer Wettbewerb zwischen und innerhalb der Kommunen eines Landkreises, bei dem es darum geht, 21 Tage lang möglichst viele Alltagswege klimafreundlich mit dem Fahrrad zurückzulegen. Ob Unternehmen oder Schule, Verwaltung oder Sportverein – Radelnde können unterschiedliche Teams bilden, beispielsweise für verschiedene Abteilungen oder Schulklassen, und für dieses Kilometer sammeln. Dabei ist es egal, ob die Teilnehmenden bereits ohnehin schon jeden Tag Radfahren oder sonst eher selten mit dem Rad unterwegs sind. Ob auf dem Weg zur Arbeit, zur Schule, zum Einkaufen oder in der Freizeit - alle sind dabei herzlich eingeladen für die eigene Gesundheit und das Klima in die Pedale zu treten. Jeder Kilometer zählt – erst recht, wenn er sonst mit dem Auto zurückgelegt würde. Also auf die Räder, fertig, los!
Carsharing
Damit der Verkehr im Alltag umwelt- und klimafreundlicher werden kann sind attraktive Alternativen zum eigenen PKW notwendig. Viele Menschen sind bereit, mehr öffentliche Verkehrsmittel oder das Fahrrad zu benutzen. In manchen Situationen – besonders im ländlichen Raum – ist es schneller und bequemer oder schlicht notwendig auf ein Auto zurückgreifen zu können. Carsharing kann da eine gute Lösung sein, sodass - auch fernab der Großstadt – ein Leben ohne eigenes Auto oder zumindest einen Zweitwagenmöglich ist. In Endingen gibt es daher, neben einem Fahrzeug des Carsharinganbieters „Stadtmobil Südbaden“ (Turn- & Festhalle), seit Anfang 2024 auch zwei Carsharing-Autos der „Grünen Flotte“ (Bahnhof Endingen & Parkstreifen Riegeler Straße).
RegioFrühstück
Alljährlich veranstaltet der Arbeitskreis Energie (AKE) in Zusammenarbeit mit dem Klimaschutzmanagement und vielen weiteren Akteuren das RegioFrühstück. Dort dreht sich alles um Information, Austausch und im Besonderen das Probieren und Genießen regionaler und klimabewusster Ernährung.
Das Klimaschutzmanagement ist der erste Ansprechpartner für alles rund um das Thema Klimaschutz. Die Bürger Endingens sowie Forchheims können zudem folgende Serviceleistungen in Anspruch nehmen: Informationsangebote & Vorträge, Vermittlung kostenfreier Beratungsleistungen (via externer Berater) zum Thema Solar/ Photovoltaik und Energetische Sanierung/ Dämmung/Heizungswechsel, Verleih von Strommessgeräten und den Verleih einer Thermographiekamera (Wärmebildkamera zum Aufspüren von energetischen Schwachstellen der bestehenden Dämmung wie bspw. Kältebrücken).
Ausblick
Inzwischen schreitet der Klimawandel immer stärker voran und entsprechend müssen auch die erforderlichen Aktivitäten der Stadt Endingen, in ihrem Handlungsrahmen diesen zu vermindern und als Kommune klimaneutral zu werden, zunehmen. Dies soll im Jahr 2025 mit der Erarbeitung eines sogenannten integrierten Vorreiterkonzepts Klimaschutz erfolgen. Dies wird quasi ein Klimaschutz-Update werden mit dessen Hilfe die Stadtverwaltung 2035 und ganz Endingen 2040 treibhausgasneutral werden soll. Doch damit dies dann auch klappen kann, benötigen wir Ihrer aller Hilfe. Sei es als Besucherin oder Besucher, als Bürgerin oder Bürger, als Vereinsmitglied, als Arbeitnehmer oder als Arbeitgeber. Denn eins ist klar – Klimaschutz geht nur zusammen.

