Das Bienenkorb Konzept

Im Mittelpunkt unserer pädagogischen Arbeit steht das Kind in seiner Einzigartigkeit, seiner individuellen Persönlichkeit, seinen spezifischen Bedürfnissen und Rechten. Wir sehen uns als Partner des Kindes,  unterstützen es in seiner Entwicklung, fördern seine natürliche Neugier und Lernfreude. Wir geben Sicherheit und Orientierung  damit es sich in der Gesellschaft zurechtfinden kann.

Der Leitgedanke unserer Arbeit stammt von dem Schweizer Pädagogen Johann Heinrich Pestalozzi:

Der Mensch muss sich in der Welt selbst forthelfen;
Und dies ihn lehren ist unsere Aufgabe.

 

Wir arbeiten nach dem „offenen“ Konzept  in Anlehnung an den Orientierunsplan für Bildung und Erziehung des Landes Baden- Württemberg.

Erziehung wird hier verstanden als bewusstes und gezieltes Handeln der pädagogischen Fachkräfte, welches die Bildungsprozesse der Kinder zu eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeiten unterstützt. Erziehung geschieht direkt durch Ermutigung, Aufforderung, Setzen und Verändern von Grenzen u. ä. Dabei spielt die Haltung und das Verhalten der Erwachsenen als Vorbilder eine entscheidende Rolle.

Die pädagogischen Fachkräfte gestalten den pädagogischen Alltag nach didaktischen Prinzipien und Methoden der Elementarpädagogik.

Tageseinrichtungen für Kinder haben einen eigenständigen Bildungsauftrag und sind Teil des Bildungssystems.

 

Bildung wird hier verstanden als Selbst-Bildung; d. h. die Kinder sind selbst aktiv, sie nehmen die Welt und ihre Zusammenhänge wahr, erforschen sie und eignen sie sich an (Bildungsprozesse).

Indem die Kinder das tun, erschaffen sie sich ein Bild von der Welt, ihren Zusammenhängen sowie ihrer Position in ihr. In der Interaktion mit anderen Kindern und Erwachsenen tauschen die Kinder Ideen aus, vertiefen ihr Verständnis, setzen sich mit anderen Sichtweisen auseinander und erkennen, dass es verschieden Möglichkeiten gibt, um Probleme zu lösen oder Phänomene zu erklären.

 

Betreuung ist die Erfüllung der elementaren körperlichen, geistigen und sozialen Bedürfnisse der Kinder. Betreuung konkretisiert sich im Verhalten der pädagogischen Mitarbeiter(innen), in der Art und Weise des Zusammenlebens in der Einrichtung und in der Gestaltung der Räume. Dadurch wird den Kindern Geborgenheit, Verlässlichkeit und Sicherheit vermittelt und sie können mutig die Welt entdecken und sich selbstbewusst entwickeln.

Betreuung ist eine Grundvoraussetzung für die Erziehungs- und die Bildungsprozesse der Kinder

Durch unser gruppenübergreifendes Raumkonzept, mit unterschiedlichen Schwerpunkten, steht den Kindern ein breit gefächertes Spiel- und Lernangebot zur Verfügung.

  • Spielen ist Lernen
  • Spielen ist ein zentraler Baustein der Persönlichkeitsentwicklung
  • Es erlebt sich als eigenständige Persönlichkeit, nimmt seine eigene Identität war, dies ist wichtige Grundlage für ein positives Selbstbild
  • Im Spiel setzt sich das Kind mit sich und seiner Umwelt auseinander, erweitert seine Erfahrungswelten und entwickelt ein eigenes Verständnis davon, wie Dinge funktionieren
  • Beim Freispiel entscheidet das Kind über: Was gespielt wird (Inhalt des Spiels), womit gespielt wird (Spielmaterial), wo gespielt wird (Spielort/Raum), wie lange gespielt wird (Dauer, Spielintensität) und mit wem gespielt wird (Spielpartner)
  • Soziale, emotionale, sprachliche, motorische und kognitive Fähigkeiten werden spielend erweitert
  • Das Spiel mit Gleichaltrigen erzeugt ein „Wir-Gefühl“, Freundschaften entstehen, Beziehungen werden aufgebaut
  • Kinder lernen durch beobachten, nachahmen und durch eigene Erfahrungen, sie lernen miteinander und voneinander
  • Gemeinsames Spiel, stellt Kinder vor die Aufgabe sich in andere einzufühlen und eigene Gefühle wahrzunehmen und zu äußern
  • Spielen ist für das soziale Lernen von großer Bedeutung; eigene Wünsche müssen zurückgestellt werden, Konflikte werden bewältigt und viele Absprachen und Kompromisse werden getroffen
  • Das Kind lernt mit allen Sinnen  

„Spiel ist nicht Spielerei, es hat hohen Ernst und tiefe Bedeutung“ - Friedrich Wilhelm August Fröbel (Pädagoge und Gründer des ersten Kindergartens)

  • Das Kind braucht feinfühlige Erwachsene, die es begleiten, die Interessen des Kindes wahrnehmen und es in der Verwirklichung seiner Spielideen unterstützen
  • Wir sind für das Kind verlässliche Bezugspersonen, die es wertschätzen
  • Wir schaffen anregende Räume und bieten vielfältiges Material, das ihren Ideen Raum gibt und sie zum Entdecken und forschen anregt
  • Wir unterstützen die Kinder und regen sie zur Selbständigkeit an
  • Wir ermutigen, trösten und loben
  • Wir hören zu, nehmen die Fragen der Kinder ernst
  • Wir geben Orientierung durch Tagesablauf/ Rituale und die Gestaltung des Alltags
  • Durch Beobachtung und Dokumentation erfassen wir die Entwicklung und die Themen der Kinder und halten sie im Portfolio der Kinder fest
  • Wir geben Sicherheit durch Regeln und Grenzen
  • Jedes Kind wird bei uns angenommen und kann sich geborgen fühlen.
  • Wir bieten für die Kinder aller Altersstufen wöchentlich gezielte Aktivitäten in den unterschiedlichen Entwicklungsfeldern an