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Der Brunnen bei der oberen Kirche

Auf dem südlichen Marktplatz steht bei der oberen Kirche ein weiterer Brunnen. Er hat eine sechseckige Brunnenschale, mit einfacher Verzierung. Es ist der drittgrößte Brunnen in der Stadt. Die 58,5 Ohm Fassungsvermögen entsprechen 8.775 Litern. Ein Pfeiler mit polygonalem Querschnitt bildet den Brunnenstock, der sich nach oben hin verjüngt. Nach der Renovierung im Herbst 1971 wurde eine Marienstatue auf dem Brunnenstock gestellt. Diese Statue stand zuvor zusammen mit den Figuren des Aloysius und des St. Johannes Nepomuk, die beide sich im Kaiserstühler Heimatmuseum befinden, in der Fassade des ehemaligen Amtshauses. Diese drei Statuen entstanden vermutlich im 18. Jahrhundert.

Aus Anlass der Aufstellung an Mariä Empfängnis am 8. Dezember 1971 verfaßte Karl Kurrus ein Gedicht mit dem Titel: „Marienbrunnen“. Wegen der Marienfigur wird der Brunnen auch gerne „Marienbrunnen“ bezeichnet. Wenn dies hier vermieden wurde, so auch deshalb, weil es in der Gus-Zimmermann-Allee ein Marienbrünnele gibt.

Die Brunnenschale des Martinskirchbrunnen wird von einem eisernen Band umschlossen. Darauf sind verschiedene Jahreszahlen vermerkt: „17 I K 97“, oder R 1883“ und Rv 1841 Karl Kurrus“. Die beiden jüngeren Daten beziehen sich offensichtlich auf Renovierungen. Welche Rolle hier „Karl Kurrus“ spielt, lässt sich auf Anhieb nicht feststellen.

Zum ältesten Datum gibt es archivalische Hinweise auf die Handwerker, denn im Stadtarchiv befinden sich die Amtsrechnungen des Jahres 1797.

Die Arbeiten an Brunnen, Wasserleitung und dergleichen waren immer eine städtische Angelegenheit, denn sie dienten dem Wohle aller. In dem genannten Rechnungsbuch finden sich die Ausgaben: Joseph Kurrus erhält für Schlosserarbeit am Martinsbrunnen Lohn. Der Steinhauer Michael Jäger von Tennenbach erhielt für „den neuen Kirchenbrunnen“ an drei Terminen Zahlungen. Dieser beschäftigte auch Steinhauergesellen. Des weiteren erhielt der Maurer Sebastian Schulz seinen Lohn „wegen den steinernen Kanal zur Wasserleitung zu legen“. Aus einem Schöpfbrunnen war nun ein Röhrenbrunnen geworden.

Mit der oberen Kirche eng verbunden ist das Brunnenquellenlied, das bei der Lichterprozession an Christi Himmelfahrt gesungen wird. Es erinnert an das Tränenwunder des Jahres 1615.

„Bronnen=Quelle, Flüß und Meere!
Euer Hülff ich jetzt verlang,
zu der Mutter Gottes Ehre,
Stimmet an ein Lob-Gesang.....
Da man tausend und sechshundert,
und fünffzehen hat gezehlt,
Auffahrts-Abend g’schah ein Wunder,
Hör es an betrübte Welt! ....“

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