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Breisgauer Römer-Radweg
Veranstaltungen/Aktuelles

24.03.2017: Generalversammlung

 
Petrussaal des Gemeindezentrums St. Peter
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Schon die Römer wussten vor fast 2000 Jahren die schöne Landschaft und die fruchtbaren Böden im Markgräfler Land und am Kaiserstuhl zu schätzen. Große Teile Südwestdeutschlands gehörten zwischen dem ersten und fünften Jahrhundert nach Christus zum römischen Weltreich. Von der Zugehörigkeit des Breisgaus zum Imperium Romanum zeugen noch heute zahlreiche Hinterlassenschaften. Die bedeutendsten Plätze römischer Vergangenheit zwischen Badenweiler im Markgräflerland und Riegel am Kaiserstuhl sind jetzt durch einen 70 km langen Radweg miteinander verbunden, der in beide Richtungen befahrbar ist. Entlang des Radweges sind zahlreiche spannende Museen mit Originalfunden des römischen Alltagslebens sowie noch heute sichtbare Ruinen aus der römischen Vergangenheit zu entdecken.

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Römerradweg Bild

Zum Breisgauer Römer-Radweg ist 48-seitige Broschüre bei den Gemeinden, in den Museen und in Tourist-Informationen erhältlich, die alles Wissenswerte zum Radweg und zu den Sehenswürdigkeiten enthält. Ein GPS-Track zum Herunterladen und weitere Informationen gibt es auf den Internetseiten der beteiligten Gemeinden und Tourist-Informationen (Badenweiler, Müllheim, Heitersheim, Bad Krozingen, Breisach, Sasbach, Endingen und Riegel).

Römische Geschichte am Wegesrand

Der Breisgauer Römer-Radweg führt durch malerische Orte des Markgräfler Landes und rund um den Kaiserstuhl und man erfährt beim Besuch der Museen und Sehenswürdigkeiten Vieles über den Alltag und das Leben in römischer Zeit. Los geht es bei der großen Baderuine in Badenweiler, die von einer eindrucksvollen Glasdachkonstruktion überspannt wird. Hier konnte man schon zur Römerzeit – vergleichbar mit heute - Badekultur und Wellness genießen. Von dort führt der Weg hinab nach Müllheim. Dort wurde ein ländlicher römischer Gutshof, eine sogenannte villa rustica, unter der heutigen Martinskirche ausgegraben, in der noch die Reste der Fußbodenheizung und Mauerzüge sichtbar sind. Im Markgräfler Museum sind die Funde der Ausgrabungen anschaulich präsentiert. Weiter geht’s zur teilrekonstruierten größten römischen Villenanlage rechts des Rheins in Heitersheim, dem Landsitz eines Großgrundbesitzers im mediterranen Stil – eine sogenannte villa urbana. Im Römerpark befindet sich die Villa artis, der Nachbau eines römischen Kornspeichers. Er beherbergt das inklusiv geführte Café artis und ein Kunst- und Kulturzentrum für Menschen mit und ohne Behinderung.

Die nächste Station ist Bad Krozingen, wo in der Vergangenheit immer wieder Reste des römischen Vicus (Siedlung) zu Tage kamen, gelegen an der ehemaligen römischen Fernstraße von Mainz nach Augst. Heute noch sichtbar sind ein rekonstruierter römischer Brunnen und der Keller eines Gutshofes. Im Stadtmuseum im Litschgihaus sind Originalfunde von Handwerksbetrieben, Gasthäusern und Händlern der römischen Siedlung ausgestellt. Weiter führt der Radweg durch die Rheinebene zum Kaiserstuhl an die spätantike Grenze am Rhein. Auf dem Breisacher Münsterberg stand im 4./5. Jahrhundert ein großes Kastell mit einem Prätorium, in dem der römische Kaiser Valentinian I. im Jahre 369 nach Christus residierte. Im Museum für Stadtgeschichte Breisach ist neben der römischen Vergangenheit auch der keltische Fürstensitz auf dem Münsterberg und die mittelalterliche bis neuzeitliche Stadtgeschichte ausführlich dargestellt.

Nördlich davon bei Sasbach-Jechtingen liegt das einzige als Ruine erhaltene spätantike Kleinkastell auf dem Sponeckfelsen direkt an den Altarmen des Rheins. Auf Limberg bei Sasbach ist ein wissenschaftlicher Lehrpfad angelegt, der auf Schautafeln über Geologie, Geschichte, Natur, Weinbau und Rheinregulierung informiert. Schon die Kelten befestigten das Hochplateau am Rhein durch eine Befestigungsmauer, die heute noch als Wall sichtbar ist. In frührömischer Zeit um 15 vor Christus errichteten hier die Römer ein mit Palisaden befestigtes Versorgungslager für ihre militärischen Operationen. Am nördlichen Kaiserstuhl entlang geht es weiter durch die alte Reichstadt Endingen, wie fast alle Orte im Breisgau auch mit römischen Siedlungsfunden, bis zur ehemaligen Römerstadt Riegel – vom 1. bis 3. Jahrhundert der Zentralort am Oberrhein. Hier entwickelte sich aus einem Militärlager eine römischer Civitashauptort mit einer großen Marktbasilika und Mithrastempel. Vom Museum mit über 300 originalen Fundstücken aus führt ein archäologischer Rundweg mit zahlreichen Infotafeln und noch sichtbaren teilrekonstruierten römischen Ruinen im Ort.

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